NFL Reise Pittsburgh: Terrible Towels und die Steelers Nation

NFL Reise Pittsburgh: Terrible Towels und die Steelers Nation

NFL · 30. Juni 2025 · 3 Min. Lesezeit

NFL Dublin Game
NFL International Series
DS

Dominik Sander

Veröffentlicht am

Wer zu einem Spiel der Pittsburgh Steelers reist, kommt in Handtuch-Gebiet. „Terrible Towel" heißt das gelbe Tuch, das seit den Siebzigern über den Rängen kreist — und es ist mehr als ein Fanartikel. Es ist das Erkennungszeichen einer der geschlossensten Anhängerschaften im amerikanischen Sport.

Woher das gelbe Handtuch kommt

Erfunden hat es Myron Cope, jahrzehntelang die Radiostimme der Steelers. Vor der zweiten Super-Bowl-Saison der Franchise rief er die Zuschauer auf, ein gelbes Geschirrtuch mitzubringen und damit zu winken. Der Radiosender wollte etwas, das im Fernsehen sichtbar ist. Herausgekommen ist ein Ritual, das bis heute jede Tribüne in Schwarz und Gold taucht.

Das passt zur Stadt. Pittsburgh war Stahlstadt, und die Steelers sind bis heute ein Verein mit Arbeiterselbstverständnis — sechs Super-Bowl-Titel, aber kein Glamour. Wer ein Heimspiel besucht, merkt den Unterschied zu Los Angeles oder Miami in den ersten fünf Minuten.

Mike Tomlin und eine Serie, die es so kaum ein zweites Mal gibt

Ein Name gehört zu diesem Verein wie das Handtuch: Mike Tomlin. Über achtzehn Spielzeiten hinweg hat er die Steelers geführt, ohne eine einzige Saison mit negativer Bilanz abzuschließen — in einer Liga, die auf Ausgeglichenheit hin konstruiert ist, und in einer Division mit Baltimore und Cincinnati.

Dazu kommt, dass er Spielerpersönlichkeiten gebändigt hat, an denen andere Trainerkarrieren zerbrochen sind. Wer sich für die Arbeit eines Cheftrainers interessiert und nicht nur für Touchdowns, findet in Pittsburgh das interessantere Studienobjekt.

Die irische Spur: Warum ausgerechnet Dublin

Die Steelers gehören seit der Gründung 1933 der Familie Rooney — einer Familie mit irischen Wurzeln, die in Pittsburgh nie abgerissen sind. Das ist kein Marketing, sondern Vereinsgeschichte, und es erklärt, warum die NFL ausgerechnet dieses Team nach Irland geschickt hat.

2025 spielten die Steelers im Croke Park in Dublin — dem Stadion der Gaelic Athletic Association und einem der größten Europas. Für die Anhängerschaft war das eine Heimreise mit Umweg, und die Nachfrage nach Karten lag deutlich über dem, was Berlin- oder London-Spiele ausgelöst hatten.

Wenn Sie überlegen, ein NFL International Game zu besuchen: Dublin hat gezeigt, dass die Stadt drumherum den Unterschied macht. Temple Bar an einem Spieltagabend ist ein eigenes Erlebnis.

Ein Stadion, das nach Stahl aussieht

Das Heimstadion der Steelers liegt am Zusammenfluss von Allegheny und Monongahela, dort wo der Ohio River beginnt — eine der markantesten Stadionlagen der Liga. Von der Innenstadt führt eine Fußgängerbrücke direkt hinüber, und der Weg über den Fluss gehört für viele zum Spieltag.

Pittsburgh selbst wird von Besuchern unterschätzt. Die Stadt hat die Schwerindustrie hinter sich gelassen und lebt heute von Universitäten und Technologie; die Aussicht vom Mount Washington auf die Innenstadt zwischen den drei Flüssen gehört zu den besseren Stadtpanoramen der USA.

NFL-Reisen mit Ticket und Hotel

Ob Heimspiel in Pittsburgh oder ein International Game in Europa: Wir stellen die Reise als Paket zusammen — Ticket, Hotel und auf Wunsch Anreise und Transfer. Bei den europäischen Spielen ist das der praktischere Weg, weil Karten und Zimmer in denselben Tagen knapp werden.

Sagen Sie uns, welches Spiel Sie interessiert und mit wie vielen Personen Sie reisen — wir prüfen die Kategorien und melden uns mit einem Vorschlag.


Ein Reisetipp zum Schluss, der nichts kostet: Nehmen Sie ein Terrible Towel mit. In Pittsburgh gehört es dazu, und bei einem Auswärtsspiel in Europa erkennen Sie daran binnen Sekunden, wo die anderen Steelers-Anhänger sitzen.

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