
USA-Reise trotz Trump? Warum Ihr Silvester-Trip nach New York sicher ist
Reisetipps · 17. Mai 2026 · 3 Min. Lesezeit
Jörn Lutter
Die Koffer sind gedanklich schon gepackt, der Traum vom Jahreswechsel am Times Square greifbar nah. Doch beim Blick in die Nachrichten zögern derzeit viele: Berichte über verschärfte US-Einreisen, Abschiebungen und politische Spannungen verunsichern potenzielle Urlauber. Lohnt sich eine Reise in die USA aktuell überhaupt noch?
Wir machen den sachlichen Reality-Check und beantworten die brennendsten Fragen zur aktuellen Einreise und Sicherheitslage.
Wie sind die aktuellen USA-Einreisebestimmungen für Touristen?
Die kurze Antwort: Für Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hat sich am Ablauf praktisch nichts geändert.
Wer für eine Urlaubsreise von bis zu 90 Tagen in die USA reist, nutzt weiterhin das bewährte ESTA-Verfahren (Electronic System for Travel Authorization). Der Antrag wird online oder per offizieller App gestellt und kostet 21 USD. Zwar gibt es behördliche Diskussionen über zukünftige, zusätzliche Abfragen (wie etwa Social-Media-Daten), das aktuelle Verfahren ist jedoch identisch mit dem der letzten Jahre. Solange Ihre Angaben korrekt sind und Sie keine Sicherheitsrisiko darstellen, wird das ESTA in der Regel automatisiert innerhalb weniger Stunden genehmigt. Die USA sind und bleiben auf den Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor angewiesen.

Werden unter Donald Trump Familien getrennt?
Das Thema Abschiebungen und Familientrennungen dominiert die Schlagzeilen. Hier lohnt sich ein nüchterner Blick auf die Fakten abseits des medialen Rummels:
Unter dem Begriff „Deportation“ versteht man im US-Recht schlicht die juristische Abschiebung von Personen ohne gültigen Aufenthaltsstatus. Die US-Abschiebebehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) agiert dabei auf Basis langjähriger Gesetze. Statistiken zeigen, dass der administrative Apparat unabhängig von der Regierung läuft: Unter dem demokratischen Präsidenten Barack Obama wurden historisch mehr Menschen abgeschoben als in Trumps erster Amtszeit. Auch die Biden-Administration verzeichnete aufgrund der Migrationskrise an der Südgrenze Rekordzahlen.
Der Unterschied liegt primär in der lauten politischen Rhetorik der aktuellen Regierung, während die Vorgängerregierungen die Prozesse geräuschlos im Hintergrund exekutierten. Wichtig für Sie: Als Tourist mit gültigem Reisepass und genehmigtem ESTA sind Sie von diesen innenpolitischen Maßnahmen rechtlich und praktisch in keiner Weise betroffen.
Ist New York City für Touristen sicher?
Ja, New York City zählt weiterhin zu den sichersten Großstädten der USA. Das liegt nicht zuletzt an der enormen Präsenz des NYPD (New York Police Department), das insbesondere die touristischen Zentren rund um die Uhr schützt.
Zudem ist New York eine traditionell liberale und weltoffene Metropole. Die lokale Politik und das alltägliche Leben in den Straßen von Manhattan sind von den politischen Debatten in Washington D.C. weitgehend entkoppelt. Die Stadt empfängt internationale Besucher mit der gewohnten Herzlichkeit.
Ihr Traum von Silvester in New York
Lassen Sie sich Ihren Lebenstraum nicht von zugespitzten Schlagzeilen nehmen. Der Alltag in New York unterscheidet sich für Urlauber heute nicht von dem vor einigen Jahren. Die Lichter am Broadway leuchten, die Museen sind geöffnet und die Stadt bereitet sich auf den spektakulärsten Jahreswechsel der Welt vor.
Tipp: Wie Sie den perfekten Neujahrsabend in der Metropole verbringen, welche Alternativen es zum oft überlaufenen Times Square gibt und was Sie bei der Reiseplanung beachten müssen, erfahren Sie in unserem ausführlichen Guide für Silvester in New York.
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