
NFL 2024 Saison-Ausblick: Powerhouse-Division in the making
NFL · 5 September 2024 · 4 min read
Dominik Sander
Das U.S. Bank Stadium, das in den Winter-Monaten zur „Frozen Tundra“ mutierende Lambeau Field sowie Ford Field und Soldier Field, für das spektakuläre Dome-Umbaupläne in den Schubladen der Chicago Bears schlummern: Alleine die Football-Tempel der NFC North garantieren unvergessliche NFL Reisen. Führen sie bald auch in die spannendste der acht Divisions der Regular Season 2024?
Happy Season Kick Off Day, liebe NFL Community! Über die Super Bowl-Contender scheint im Grunde vieles gesagt. Zwei davon sehen wir direkt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (2:20 Uhr). Kansas City, Arrowhead Stadium, Tomahawk Chop. 76.000 im Rhythmus schwingende Arme, im Zuge der NFL International Series Reise des späteren Champions im Vorjahr auch in der deutschen Fan-Kultur angekommen, lassen mich jedes Gefühl der Müdigkeit vergessen. Und ja: Das sage ich als Nicht-Chiefs-Fan.
Zwei oder drei Playoff-Teilnehmer aus der NFC North?
Eine Jahr für Jahr viel diskutierte Frage zum NFL Saisonstart ist die nach der besten Division. Wahlweise auch die härteste oder spannendste. Dass die populäre NFL-Doku Hard Knocks statt eines einzelnen Teams diesmal die komplette AFC North begleitet, ist ein mittelgroßer Fingerzeig. Entstanden aus einem Novum: Ravens (13-4), Browns (11-6) sowie Steelers (10-7) und Bengals (9-8) schlossen die Saison allesamt mit einem positiven Win-Loss-Record ab, die ersten drei Teams erreichten die Playoffs. Willkommen im Powerhouse der NFL.
Ob dies über die nächsten Wochen zur Doppelhaus-Hälfte mit dem NFC-Pendant umgebaut wird? AFC und NFC North scheinen nicht allzu weit entfernt, nachdem die mit großer Leichtigkeit in die Love-Ära gestarteten Green Bay Packers für die NFL Premiere am Zuckerhut ausgewählt wurden und der Erzrivale aus Chicago - so sagen viele östlich des malerischen Lake Michigan - seine schier endlose Suche nach einem 4000 Yard-Passer beendet hat.
NFL Reise Chicago Bears: Frühes Breakout von Caleb Williams denkbar
Auf Rookie-Quarterback Caleb Williams liegt - von Week 1 an - viel Spotlight. Chicago Bears-Jerseys mit der Nummer 18 sind weit vor dem ersten Touchdown-Pass ein Kassenschlager, der diverse Rekorde knackt. Wie schnell der Heisman Trophy-Sieger letztlich seinen vielleicht einzigartigen Playstyle am College (USC Trojans) auf das NFL-Level adaptiert, lässt sich schwer zu sagen.
Angesichts der viel versprechenden Passempfänger (D. J. Moore, Keenan Allen und Rome Odunze) im Chicago-Roster wäre ein Zeitpunkt rund um die NFL London Reise in Week 6 (alle NFL International Series Tickets mit Hotel) für mich keine Überraschung. Netter Nebeneffekt eines frühen Beakouts von Caleb Williams: Die NFC North bekommt einen Dreikampf, in dem die „Brand new Lions“ für viele Division-interne Krimis gerüstet scheinen.
Über Jahrzehnte als „Same old Lions“ betitelt, hat Head Coach und Löwen-Dompteur Dan Campbell das Narrativ nach dem Playoff-Run von Detroit ins NFC Championship Game ausradiert. Sehr zur Freude von Eminem. Wer den Lions-Edelfan und Super Bowl-Halftime-Act bei den Heimspielen im innerstädtischen Ford Field antreffen will, braucht nicht zwingend VIP Tickets. Mitten im Getümmel, stilecht mit Hoodie und Bier - das ist Slim Shady-like!
Star-Rapper Eminem drückt den Detroit Lions die Daumen
NFL Reise Minnesota Vikings: Wikinger-Angriff in London ohne Kapitän
Auf dem Rasen ist es wiederum die Connection zwischen Offense Coordinator Ben Johnson, QB Jared Goff und Amon-Ra St. Brown, der Wide Receiver mit deutschen Wurzeln und einem Mega-Vertrag über 120 Mio. US-Dollar, die das Team in vielen Offense-Kategorien in die Top 5 hieven. Eine Offense mit ähnlichem Potenzial und teils noch explosiveren Waffen findet sich 850 Meilen nord-westlich in Minnesota. Einziger Haken: Weder der nach Atlanta abgedüste Kirk Cousins („Captain Kirk“) noch sein Nachfolger Jonathan James, kurz J.J., McCarthy können sie anführen.
Der Meniskusriss des Rookies (#11-Pick im NFL Draft) war ein, wenn nicht DER Schock-Moment im Vorfeld der NFL Saison 2024. Vielen fehlt die Fantasie, wie die Minnesota Vikings in dieser kompetitiven Division über die sieben Siege aus dem Vorjahr hinaus kommen wollen. Zu lang und dramatisch wirkt die Scheiter-Historie von Sam Darnold bei seinen vorherigen drei Stationen in New York, Carolina und San Francisco. In Zahlen ausgedrückt: 35 Niederlagen in 56 Spielen! Eine NFL London Reise bringt womöglich die Antwort, ob Darnold auf dem Feld bald wieder - O-Ton - Geister sieht oder an der Seite der Top-Receiver Justin Jefferson und Jordan Addison seine allerletzte Chance nutzt.
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