
Stadio Diego Armando Maradona
Seit 2020 trägt es seinen Namen — und Neapel hat nie aufgehört, ihn zu rufen.
Das Stadio Diego Armando Maradona in Neapel: Ein Tempel des Fußballs und der Legende Maradona.
Stadio Diego Armando Maradona – Tickets für das lauteste Stadion Italiens
Rund 54.000 Plätze, ein geschlossener Ring über zwei Rängen, gebaut 1959 im Stadtteil Fuorigrotta westlich der Innenstadt. Es gibt Stadien in Italien, die schöner sind. Keines ist lauter.
Warum es zweimal heißt, wie es heißt
Bis Dezember 2020 stand hier das Stadio San Paolo. Nach dem Tod von Diego Armando Maradona hat die Stadt es innerhalb weniger Tage umbenannt. Beide Namen sind weiterhin im Umlauf — wer nach San Paolo sucht, meint dasselbe Stadion, und viele Neapolitaner sagen es bis heute so.
Maradona spielte von 1984 bis 1991 hier und gewann mit Neapel zwei Meisterschaften (1987 und 1990) sowie 1989 den UEFA-Pokal — die einzigen Titel dieser Größenordnung, die der Süden Italiens je gegen die Klubs des Nordens geholt hat. Das erklärt, warum sein Bild hier an Hauswandfüllen hängt und nicht nur im Museum.
Curva A und Curva B
Die beiden Kurven hinter den Toren sind die Heimat der organisierten Anhängerschaft und der Ort, an dem der Lärm entsteht. Die Distinti- und Tribuna-Plätze an den Längsseiten sind ruhiger und bieten den besseren Blick auf das Spiel. Zwischen Rasen und Tribüne liegt eine Leichtathletikbahn — die Sicht ist dadurch etwas weiter weg als in einem reinen Fußballstadion, die Akustik gleicht es mehr als aus.
Vor dem Anpfiff: Pizza, und zwar richtig
In Neapel gehört das Essen zum Spieltag, nicht daneben. Wenige Hundert Meter vom Stadion, in der Fuorigrotta, arbeitet Da Raffaele fratelli Pellone seit 1974 — bekannt für die pizza fritta, die frittierte Variante, die es außerhalb der Stadt kaum irgendwo gibt.
Ein ehrlicher Hinweis dazu: Die berühmten Pizzerien der Altstadt — die Namen, die in jedem Reiseführer stehen — liegen fünf bis sieben Kilometer entfernt im historischen Zentrum. Sie sind eine eigene Unternehmung, kein Zwischenstopp auf dem Weg zum Stadion. Wer beides will, plant den Abend vorher dafür ein.
Anreise
Fuorigrotta ist gut angebunden: Die Metrolinie 2 hält an Campi Flegrei, die Linie 6 und die Cumana an Mostra — alle drei wenige Gehminuten vom Stadion. Vom Hauptbahnhof Napoli Centrale sind es rund 20 Minuten.
Mit dem Auto ist die Anfahrt am Spieltag nicht zu empfehlen. Der Flughafen Napoli-Capodichino liegt etwa zwölf Kilometer entfernt.
Zum Umfeld: Fuorigrotta ist ein Wohn- und Geschäftsviertel der Nachkriegszeit, kein Postkartenneapel. Direkt nebenan liegt die Mostra d'Oltremare, ein weitläufiges Ausstellungsgelände mit Parkanlagen — der angenehmere Weg zum Stadion führt hindurch.
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