
RheinEnergieStadion
Vier Lichtmasten über dem Grüngürtel — und eine Südkurve, die auch bei Abstiegsgefahr singt.
Das RheinEnergieStadion in Köln: Ein Ort voller Geschichte, Emotionen und unvergesslicher Momente.
RheinEnergieStadion – Tickets für das Müngersdorfer Stadion
Rund 50.000 Plätze, vier freistehende Lichtmasten an den Ecken, keine Laufbahn: Der heutige Bau steht seit 2004, aber an dieser Stelle im Kölner Westen wird schon seit 1923 Fußball gespielt. Deshalb sagen viele bis heute Müngersdorfer Stadion — wer danach sucht, meint dasselbe Haus.
Die Südkurve, und warum sie berühmt ist
Der 1. FC Köln hat in seiner Geschichte mehr Abstiege erlebt als die meisten Vereine dieser Größe, und genau daraus zieht die Südkurve ihren Ruf: Sie singt auch dann, wenn es nichts zu feiern gibt. Wer den Lärm sucht, sitzt dort. Wer das Spiel sehen will, nimmt die Seitentribünen — die Sicht ist überall gut, weil zwischen Rasen und Rang nichts liegt.
Hennes, der Geißbock
Das Maskottchen ist ein echter Ziegenbock und keine Kostümfigur. Der erste Hennes kam 1950 als Geschenk der Zirkusdirektorin Carola Williams zum Verein und wurde nach dem damaligen Trainer Hennes Weisweiler benannt — nicht nach einem Spieler. Seither trägt jeder Nachfolger denselben Namen mit fortlaufender Nummer, und der Bock steht bei jedem Heimspiel am Spielfeldrand.
Der Weg durch den Grüngürtel
Das Stadion liegt im Äußeren Grüngürtel, einem breiten Parkring um die Stadt. Der Anmarsch führt über Wiesen und Alleen statt über Parkplatzasphalt — das ist einer der angenehmsten Stadionwege in Deutschland und bei gutem Wetter Teil des Erlebnisses.
Ehrlich zum Umfeld: am Stadion gibt es nichts
Das muss man vorher wissen, weil es die Planung ändert. Rund um das Stadion gibt es keine Kneipe und kein Brauhaus — der erste echte Gastbetrieb liegt gut anderthalb Kilometer entfernt. Auch das Geißbockheim, das Vereinsgelände des 1. FC Köln, ist keine Alternative für die halbe Stunde vor Anpfiff: Es liegt am anderen Ende des Grüngürtels, knapp vier Kilometer weit, gut vierzig Minuten zu Fuß.
Zwei Adressen, die tatsächlich funktionieren:
- Wirtshaus Em Ringströßje, Alter Militärring 13 — das nächstgelegene Wirtshaus und am Spieltag die erste Anlaufstelle. Wer sitzen möchte, ist früh dort.
- Krein's Sportklause, Vitalisstraße 303 — die Kneipenvariante, etwas weiter, dafür bodenständig.
Wer das Kölsch im richtigen Rahmen trinken möchte, macht das ohnehin besser in der Altstadt und nicht in Müngersdorf. Zwischen Dom und Rhein stehen die großen Brauhäuser auf wenigen Hundert Metern beieinander — vor dem Spiel hin, nach dem Spiel zurück, die Bahn fährt in beide Richtungen.
Anreise
Die Stadtbahnlinie 1 fährt direkt zur Haltestelle RheinEnergieStadion, vom Neumarkt in der Innenstadt sind es rund 15 Minuten. An Spieltagen ist die Bahn im Ticket enthalten, und sie ist dem Auto deutlich vorzuziehen — die Parkflächen am Stadion sind begrenzt und die Ausfahrt dauert.
Der Flughafen Köln/Bonn liegt rund 20 Kilometer entfernt; vom Hauptbahnhof erreichen Sie das Stadion mit einmal Umsteigen in etwa 25 Minuten.
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